Ein Leben, das sich verströmt, versiegt nie ganz.

Elisabeth Lukas




 

 


Die Person muss die Hyperreflexion stoppen – „ich muss mir von mir selbst nicht alles gefallen lassen!“ (Viktor E. Frankl)

Wer fliegt mein Flugzeug? (Metapher von Elisabeth Lukas)

Körper – Karosserie, Psyche – Gefühle, Geist – PilotIn

Ich muss meinen Gefühlen nicht erlauben, dass sie mein Flugzeug fliegen – ich bin der/die PilotIn.

Wer reitet mein Pferd? Hat meine Wut die Zügel in der Hand? Erlebe ich mich als Opfer?

Dies muss nicht so sein! – Wir sind die HerrInnen über unsere Gefühle. Ausstieg: Gedanken-Stopp – im Hier und Jetzt sein – um den Sinn des Augenblicks (was ist jetzt sinnvoll, not-wendig zu tun?) überhaupt erst spüren zu können. Das Gewissen befragen!

 

Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen,

sondern ihre Meinung über die Dinge.

Wenn wir also auf Schwierigkeiten stossen,

in Unruhe und Kümmernis geraten,

dann sollen wir die Schuld niemals

auf einen anderen schieben,

sondern nur auf uns selbst,

das heisst,

auf unsere Meinung von den Dingen.“

Epiktet (antiker Philosoph, ca. 50/60 – 130)

 

Jede Minute entscheidet, was unser Leben IST, damit wird entscheiden, was einmal gewesen sein wird! Die Zeit fliesst nicht an uns vorbei, sondern wir sind Gestalter – nicht Opfer – unserer Zeit! „Vollendet“ haben ist nicht unser primäres Ziel – sondern etwas vollbringen, bewirken, etwas in Bewegung setzen, positive Spuren hinterlassen, …

 

Welche Lebensthemen beschäftigen mich im Moment am meisten? Bringen sie eine Saite in mir zum Schwingen? Lebe ich noch, oder bin ich schon ein bisschen tot - gefangen, in Wiederholungszwängen?

 

Wie kann ich wieder Im-Einverständnis-Sein mit der Wirklichkeit?

 

Das Paradies ist kein Ort, sondern eine Geisteshaltung.

(N. Peseschkian, 1933 – 2010, Begründer der Positiven Psychotherapie)

 

Ein Fall, viele Fälle?

Ein abschliessender Nachdenkimpuls für professionelle HelferInnen

 

Ein Fall, viele Fälle.

Von Fall zu Fall verschieden

besprechen wir unterschiedlich lang

einen Fall.

Fallengelassene wenden sich

Aufrichtenden zu,

um nicht auf der Strecke zu bleiben.

Hingefallene strecken sich

nach Hochziehenden,

um nicht zu Hinterlassenen zu werden.

Von Fall zu Fall fallen auch wir

einfallslos in dunkle Löcher der Hilflosigkeit.

Falls wir fallen:

wer redet dann wie über uns

als Fall

und:

wer richtet uns auf

im Falle eines Falles?

[Dieter Lotz]