Ein Leben, das sich verströmt, versiegt nie ganz.

Elisabeth Lukas




 

 


FORSCHUNGSPROJEKT: BEWÄLTIGUNG VON TRAUMATA

ZIEL – 2020 EU-PROJEKT ZUM THEMA GEWALTPRÄVENTION:
POSTTRAUMATISCHES WACHSTUM - STOPP DER REVIKTIMISIERUNG

Forschungsfrage:
Sind betroffene Personen, die schwere Traumatisierungen in ihrer Kindheit erlebten, lebenslang geschädigt und defizitär und dadurch Reviktimisierungen stärker ausgesetzt? Oder führt eine langjährige aktive Auseinandersetzung mit dem Trauma zu einer erfolgreichen Verarbeitung, wodurch Reviktimisierungen gestoppt, bindungsbezogene Ängste nachhaltig gewandelt und das Kohärenzgefühl wieder hergestellt werden können?

Hypothese 1:
Traumatische Erlebnisse erschüttern die kognitiven Schemata. Posttraumatisches Wachstum durch Reflexion ermöglicht erfolgreiche Verarbeitungsprozesse, wodurch verbesserter Selbstschutz und konstruktives Stressmanagement erarbeitet werden können.

Hypothese 2:
Hohe bindungsbezogene Angst erhöht das Risiko für die Reviktimisierung. Erlernte Bindungsmodelle und die daraus resultierenden Bindungsstile können durch neue Beziehungserfahrungen verändert werden. Dafür müssen die zugrundeliegenden Mechanismen – z. B. bindungsbezogene Angst – frühzeitig therapeutisch erkannt und psychotherapeutisch bearbeitet werden.

Forschungsdesign:
Kindheit und Gewalt - fremduntergebrachte Personen in Tiroler Säuglings-, Kleinkinder- und Kinderheimen.

Gegenstand:
Stufe 1 der Forschung: (1. Juni 2016 bis 30. April 2017):
Fragebogen: IK-PTBS (Martin Sack)
32 ehemalige Heimkinder im Alter von 49 – 76 Jahren wurden befragt.

Stufe 2: Auswertung – ab Mai 2017:
Entwicklung des Forschungsdesigns für die Erforschung des Phänomens der Reviktimisierung. Masterarbeiten – Donau Universität Krems.

Stufe 3: 2020
Einreichung EU-Projekt zur Gewaltprävention (Ex-Daphne) mit ausländischen Logotherapie-Instituten.